Farbratten

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Farbratten/Wanderratten

Herkunft/Haltung

Farbratten sind domestizierte Wanderratten und nicht wie oft behauptet, Hausratten.

Man vermutet, das Anfang des 20. Jahrhunderts, Schausteller, Albinos der Wanderratten, fanden und bemerkten, das der Nachwuchs immer zahmer wurde. Später wurden sie als Versuchstiere für Laboratorien gezüchtet.

Ratten sind nachtaktive Tiere, sie werden meist erst gegen späten Nachmittag wach, passen sich aber auch in Einzelfällen den Rhythmus ihres Besitzers an.

Die sozialen und sehr intelligenten Tiere haben einen grossen Bewegungsdrang. Täglicher Auslauf in der Wohnung oder einen abgetrennten Bereich ist erforderlich! Ratten haben ein konvex gewölbtes Rückgrat und Laufräder (Bewegung im Hohlkreuz) können schwere Rückenschäden verursachen! Sie sind also nicht geeignet! 

 

Man spricht in der Rattenhaltung das der Käfig mindestens ein Volumen von einem halben Kubikmeter haben sollte. Das entspricht zB. 100*100*50cm für 3 Tiere. ( Farbratten sind Rudeltiere und sollten u.a. auf Grund der Fehlprägung vom Sozialverhalten und damit keiner, im Todesfall, alleine bleibt, mindestens zu dritt gehalten werden!) 

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Terrarien sind, auf Grund der geringen Luftzirkulation, nicht geeignet. Am besten eigenen sich Volieren oder umgebaute Kleiderschränke.

Die Tiere benötigen Lauffläche und mehrere Etagen (Volletagen und zB. Eck,- und Halbetagen).

Es werden diverse Unterschlupfmöglichkeiten benötigt zB. Hängematten, Häuser, Röhre (PVC,Kork,Pappe)

Nistmaterial in Form von Safe Bed, Zeitung, Küchenpapier wird auch gerne angenommen.

Frisches Wasser sollte natürlich ständig zu Verfügung stehen. Wasserflasche VS Napf .

Als Unterlage für die Etagen werden gerne Fleecedecken oder Zeitung verwendet. Für das „Klo“ zB. Pellets, als Einstreu für die „Wanne“ hat sich Hanfstreu durchgesetzt, da es Staub,-und Milbenfrei ist.

Wanderrattenbenötigen lautSäugetiergutachtenMindestens eine Grundfläche von 2 Quadratmeter (damit ist die reine Bodenfläche und nicht mit Etagen gemeint) und eine Höhe von einem Meter.

Es sind Wildtiere und gehören nur in Ausnahmefällen in Gefangenschaft.

§ 39
Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen

§ 45

Ausnahmen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen

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Muss ein Tier aus Gründen in Heimhaltung bleiben und es wurde sich mit den Gefahren durch Krankheiten (Hantavirus,LeptospiroseRattenbissfieber usw.) informiert, bzw. damit auseinander gesetzt,-

Wanderratten nagen Holz und Plastik mit Leichtigkeit durch und es wird ein Vollmetallkäfig benötigt. Sie entdecken sehr schnell Schwachstellen im Gehege, selbst Aluminium wird durchnagt. Ansonsten benötigen Sie die selben Beschäftigung,-Unterschlupfmöglichkeiten wie Farbratten. Benötigen allerdings mehr Freilauf, dies ist bei scheuen Tieren oft problematisch. Es gibt einige zahme Tiere, aber das ist die Minderheit.

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Ratten sind Allesfresser und ihre wilden Vorfahren ernähren sich von Saaten und Samen, Beeren, Gräsern, Muscheln, Insekten, Kleinsäugern, Früchte uvm..

Auch ihre domestizierte Vertreter benötigen ein breites Nahrungsangebot aus pflanzlicher, sowie tierischer Kost.

Eine Trockenfuttermischung zB ( Trofu) enthält alles was eine gesunde Ratte benötigt. Zusätzlich bietet man den Tieren Frischfutter zB. in Form von Gemüse und Obst an. Regelmäßig Insekten, Ei oder Fleisch (gedünstet ohne Gewürze) sollte ebenfalls nicht fehlen.

Auch über selbst gesammelte Kräuter freuen Sie sich (bitte giftige und genießbare Kräuter und Gräser beachten) An Obst,-Buchen,-Nussästen wird gerne geknabbert oder geklettert. 

rattus norvegicus "Omi"

Hannover/Harz